Homöopathieausbildung – Fachliteratur

Titel: Organon der Heilkunst
Untertitel: Herausgeber und Bearbeiter: Josef M. Schmidt
Autor: Hahnemann, Samuel
Verlag: Haug
Form: 6. Aufl. Neuausg. 1999. X, 388 S. 20 cm, KST
Preis (inkl. MwSt): 19,95
Rezension:  

Im Jahre 1810 veröffentlichte Hahnemann das Werk, welches die Homöopathie begründen sollte. Es hieß damals noch “Organon der rationellen Heilkunde” und wurde später von ihm umbenannt. 1842 entstand kurz vor seinem Tode das Skript für die überarbeitete 6. Auflage, welche aber lange Zeit als verschollen galt. Erst 1921 konnte sie herausgebracht werden.
Abgefaßt werden die Grundzüge der Homöopathie in Form von Paragraphen, insgesamt 231 und reichlich bedacht mit Anmerkungen.

Dieses Buch läßt sich zu Recht als Bibel der Homöopathen bezeichnen; es hat nur zwei Nachteile: es ist in schwer verständlicher, verschachtelter Sprache geschrieben, und außerdem fehlt eine ausreichende Struktur und Gliederung. Zum Glück enthält das Buch wenigstens ein alphabetisches Inhaltsverzeichnis.

Jeder Homöopath sollte dieses Buch besitzen, um bei Bedarf auch einmal in den originalen Quellen nachschauen zu können. Es müssen aber auf jeden Fall auch noch andere Werke zur Theorie der Homopathie angeschafft werden, die die Inhalte des Organon verständlicher darstellen können.

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Titel: Zur Theorie der Homöopathie
Untertitel: James Tyler Kents Vorlesungen über Hahnemanns Organon
Autor: Kent, James T.
Verlag: Haug
Form: 4. Aufl. 2001. XLIV, 406 S. 21,5 cm, KST
Preis (inkl. MwSt): 39,95
Rezension:  

Mit Kents gesammelten Vorlesungen haben wir ein Buch vorliegen, welches die Grundlagen der Homöopathie darstellt, indem es die wichtigsten Paragraphen des Hahnemannschen Organons aufführt, zu ihnen einzeln Stellung bezieht und sie in eine durchgehende Gliederung einbettet.

Die Kentschen Vorlesungen über Hahnemanns Organon sind hervorragend dazu geeignet, sich eingehend mit den theoretischen Aspekten der Homöopathie zu befassen. Die Gliederung des Buches und das abschließende ausführliche alphabetische Inhaltsverzeichnis erlauben eine hohe Zugriffsgeschwindigkeit zu den gewünschten Informationen.

Es gibt kein vergleichbares Sekundärwerk über Hahnemanns Organon. Die Aufbereitung der schwierigen Materie für den Lernenden ist mustergültig und von hohem Niveau (Kent war Anfang des 20. Jahrhunderts Professor für Homöopathie an einer amerikanischen Universität). Dieses Werk gehört in den Bücherschrank eines jeden Homöopathen.

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Titel: Synthesis Repertorium
Untertitel: Lexikon, Edition 9.1
Autor: Schroyens, Frederik (Hrsgb.)
Verlag: Hahnemann Institut
Form: ca. 2200 Seiten, gebunden, mit CD
Preis (inkl. MwSt): 290,00
Rezension:  

Das Synthesis-Repertorium hat sich innerhalb der letzten Jahre als Standardwerk durchsetzen können. Viele namhafte Homöopathen arbeiten damit, darunter auch Vithoulkas, Träger des alternativen Nobelpreises. Durch Querverweise und ein alphabetisches Symptomenregister hat sich die Übersichtlichkeit gegenüber dem Kentschen Originalrepertorium stark verbessert. Ein weiterer Vorteil ist, dass das Werk in der gleichen Struktur auch als Computerprogramm angeboten wird (EasyRep und Radar) - das erleichtert einen späteren Einstieg in die computerunterstützte Repertorisation.

Jetzt ist die neue Ausgabe als Edition 9.1 erschienen (ein Buch der Edition 8 gab es übrigens nicht). Das Daumenregister und der neue Zweifarbdruck erleichtern die Arbeit mit dem Repertorium ungemein. Neben dem von Kent wurden jetzt auch die Repertorien von Bönninghausen, Boger und weitere Quellen von Boericke, Phatak und Anderen integriert.

  • 150.000 Rubriken.
  • Über 2300 Arzneimittel und neuer Arzneimittelkatalog mit fast 4500 Mitteln.
  • Mehr als 1 Million Arzneimittel-Einträge.
  • Quellen-Katalog mit über 3800 Autoren.
  • Mehr als 1,7 Millionen Autorenverweise.

Was hat sich außer Umfang (ca. 50% mehr Information) und Farbdruck noch gegenüber der alten Auflage geändert? Es wurden drei neue Kapitel über Hals und Nacken, Harnorgane, Genitalien und Sexualität angelegt. Außerdem wurde die Repertoriumsstruktur überarbeitet und erheblich verbessert. Das betrifft besonders die Schmerz-Rubriken, die jetzt in übersichlicher Form zusammen gelegt wurden.

Zum Buch gehört auch eine CD-ROM. Sie enthält eine Menge Nützliches:

  • Kompletter Symptomen-Text, identisch mit dem Buch.
  • Vollständiges Stichwortverzeichnis zum Buch.
  • Kategorien-Verzeichnis zum Buch.
  • Umfangreiche, differenzierte Such- und Recherche-Optionen.
  • Druckvorlagen für Repertorisationsbögen
  • und vieles mehr.

Ein Wermutstropfen ist allerdings der Preis, der zwar immer noch unter dem des Konkurrenten Complete Repertory liegt, aber gegenüber der alten Ausgabe doch erheblich gestiegen ist. Dafür verspricht der Verlag jetzt - neben dem oben beschriebenen Umfang - auch eine stabilere Qualität des Einbands.

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Titel: Handbuch der homöopathischen Materia medica
Untertitel: Homöopathische Arzneimittellehre
Autor: Boericke, William
Verlag: Haug
Form: 3., korr. Aufl. 2004. XXXVI, 855 S. 21,5 cm, GEB
Preis (inkl. MwSt): 69,95
Rezension:  

Mit diesem Werk wollte BOERICKE eine Arzneimittellehre schaffen, welche "die größtmögliche Anzahl zuverlässiger Daten der Materia Medica auf kleinsten Raum" zusammenstellt (Originalzitat, zitiert nach VERMEULEN). Das ist ihm auch gelungen:

Das Buch erfüllt alle Anforderungen, die an eine praxisnahe Arzneimittellehre zu stellen sind: übersichtliche Einteilung, hervorgehobene Leitsymptome und eine Vielzahl vorgestellter Mittel. Unter den jeweiligen Mitteln sind die einzelnen Symptome nach dem allgemein üblichen Kopf-bis-Fuß-Schema geordnet. Herausragende Wesenszüge der Arzneien werden hervorgehoben.
Das Besondere beim Boericke ist zweifellos seine hohe Zugriffsgeschwindigkeit: Sie erhalten "auf die Schnelle" einen brauchbaren Überblick über die wichtigsten Symptome eines Mittels. Fazit: Hervorragendes Preis-/Leistungsverhältnis, sollte in keiner homöopathischen Praxis fehlen.

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Titel: Gesichtete homöopathische Arzneimittellehre
Untertitel: 2 Bände
Autor: Mezger, Julius
Verlag: Haug
Form: 11. Aufl. Nachdr. 1999. L, X, 1620 S. 24 cm, KST
Preis (inkl. MwSt): 149,95
Rezension:  

Der "Mezger" ist seit Jahrzehnten äußerst beliebt. Er enthält 460 Arzneimittel, die prägnant und mit mit speziellen Leitsymptomen beschrieben werden.
Und was ist das Besondere an dieser Materia medica? Es werden - stärker als in anderen Arzneimittellehren:

  • auch Ergebnisse der Pharmakologie (also der substantiellen Arzneimittellehre) und
  • klinische Erfahrungen berücksichtigt. Hier werden besondere Indikationen genannt, die ein Mittel beeinhalten kann (beispielsweise die Aussage bei Cantharis, dass es im allgemeinen besonders gut gegen Verbrennungen wirkt).

Besonders die verstärkte Einbindung klinischer Erfahrungen erweist sich als wertvoll für Anfänger. Dieses Werk ist sehr zu empfehlen.

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Titel: Homöopathische Arzneimittelbilder
Untertitel: 3 Bände
Autor: Kent, James T.
Verlag: Hippokrates
Form: Ersch. 1998-2001. 1998. 21,5 cm, KST
Preis (inkl. MwSt): 149,00
Rezension:  

Die Kentsche Arzneimittellehre ist - wie das Kentsche Repertorium - das Maß aller homöopathischen Dinge. Beide Werke dienen heute noch als Grundlage für die professionelle wissenschaftliche Homöopathie und für weitere Buchprojekte.

Kents Aufsätze über die Arzneimittel bringen seine immense Erfahrung dem Leser näher. Die vergriffene, einbändige Ausgabe hatte noch Übersetzungsfehler aufzuweisen und war etwas unübersichtlich geschrieben. Die jetzt erschienene Auflage wurde neu übersetzt. Die Mittelbilder wurden aufwendig überarbeitet: neue Mitteldetails aus dem Kentschen Werk wurden hinzugefügt, durch neue Einteilungen wurde die Lesbarkeit erheblich verbessert.

Fazit: Unbedingt empfehlenswert, die ideale Ergänzung zu den strukturierten Arzneimittellehren.

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Titel: Leitsymptome in der homöopathischen Therapie
Untertitel:  
Autor: Nash, Eugene B.
Verlag: Barthel & Barthel
Form: 2004. XXVI, 360 S.
Preis (inkl. MwSt): 16,50
Rezension:  

Hier stellt der Schreiber dieser Zeilen sein homöopathisches Lieblingsbuch vor: Ca. 200 Mittel werden in Aufsätzen abgehandelt, wobei die wesentlichen Mittelzüge jeweils klar zum Ausdruck kommen.

Einzigartig, wie NASH es schafft, homöopathisch wichtige Symptomenkomplexe den passenden Mitteln zuzuordnen. Als Beispiel soll hier nur der Komplex "Unruhemittel" genannt werden, dem der Autor in einem Aufsatz eindeutig die Mittel Aconitum, Arsenicum album, Lachesis und Rhus toxicodendron zuordnet, diese Zuordnung dann beschreibt und begründet. In ähnlicher Form werden auch - innerhalb von Arzneimittelbesprechungen - Symptomenkomplexe wie Schweiß, Fieber, Schmerzen, Verletzungen usw. besprochen. Der Leser erhält dadurch die Möglichkeit, Mittel durch bestimmte Kriterien eindeutig voneinander abzugrenzen. Es liegt auf der Hand, dass dies eine besonders gute Hilfe für homöopathische "Einsteiger" darstellt. Greifen Sie zu!

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